Collegium Carolinum se pojímá jako zprostředkovatel mezinárodního výzkumu k středovýchodní Evropě, zejména se zaměřením na české a slovenské dějiny a kulturu. Budovat a pěstovat propojení mezi četnými výzkumnými ústavy v sousedních zemích je tak jedním z cílů práce institutu. To se projevuje mimo jiné v početných kooperacích. Zde naleznete přehled těch institucí, s kterými Collegium Carolinum v současnosti často organizuje společné akce, vydává publikace anebo provozuje výzkumné projekty.

Die Vorstellungen der einzelnen Kooperationspartner liegt ausschließlich auf Deutsch vor.

 

Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas der Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist ein lebendiges Zentrum der Osteuropa-Forschung: Die Abteilung für Geschichte Osteuropas und Südosteuropas leistet mit vier Professuren einen wichtigen Beitrag zur Forschung und Lehre mit Bezug auf die Vergangenheit der Regionen Ost- und Südosteuropas. Von der Erforschung der Imperialgeschichte Russlands über die Religionsgeschichte Ostmitteleuropas bis hin zu ethnischen Konflikten auf dem Balkan sind die regionalen, thematischen und zeitlichen Schwerpunkte dabei breit gefächert.

Das Collegium Carolinum ist durch seinen Vorsitzenden Prof. Dr. Martin Schulze Wessel personell eng mit der LMU verbunden. Zudem ist das CC als An-Institut der LMU der Universität angegliedert. Praktisch zeigt sich die enge Kooperation etwa in regelmäßigen Lehrveranstaltungen, die Mitarbeiter/innen des Collegium Carolinum an der LMU anbieten und in gemeinsamen organisierten Vorträgen.

 

Kompetenzverbund »Historische Wissenschaften München«

Der 2014 gegründete Kompetenzverbund Historische Wissenschaften München versammelt und vernetzt dreizehn außeruniversitäte historische Forschungseinrichtungen in München. Diese organisieren regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen, arbeiten jedoch vor allem im Bereich der Digitalen Geschichtswissenschaft zusammen. Zugleich versteht sich der Kompetenzverbund als Forum, um Geschichte in Vorträgen, Diskussionen und digitalen Medien einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Die Mitglieder des Kompetenzverbunds Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Monumenta Germaniae Historica und das Collegium Carolinum bearbeiten gemeinsam das Forschungsprojekt Korrespondierende Wissenschaft, das sich zum Ziel setzt, Historiker-Netzwerke zu untersuchen und diese in einer Online-Edition zu veröffentlichen.

Monumenta Germaniae Historica

Die Monumenta Germaniae Historica (MGH) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung für die Geschichte des Mittelalters. Vorrangige Aufgabe der MGH ist die kritische Edition mittelalterlicher lateinischer Quellentexte und ihre Erschließung durch wissenschaftliche Beiträge.

Seit der Gründung der MGH 1819 sind 437 Bände mit Quelleneditionen erschienen, dazu kommen zunehmend digitale Angebote für die mediävistische Forschung. Die MGH geben die Fachzeitschrift Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters heraus, pflegen ein eigenes Archiv sowie die weltweit größte Spezialbibliothek für die Erforschung des Mittelalters mit mehr als 170.000 Bänden.

Fachlich begleitet werden die MGH von der Zentraldirektion, die aus persönlich gewählten Mitgliedern und Vertretern der Akademien des deutschsprachigen Raumes besteht. Ein internationales Netzwerk von Frankreich, Italien über USA bis jüngst China fördert die informelle Zusammenarbeit in der Mittelalterforschung weltweit.

Die MGH kooperiert langfristig mit dem Collegium Carolinum im Rahmen des Kompetenzverbunds Historische Wissenschaften München. In diesem Zusammenhang bearbeitet sie gemeinsam mit dem dritten Kooperationspartner, der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, das Forschungsprojekt Korrespondierende Wissenschaft, das sich zum Ziel setzt, Historiker-Netzwerke zu untersuchen und diese in einer Online-Edition zu veröffentlichen.

 

Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, gegründet 1858, leistet mit Quelleneditionen vom Spätmittelalter bis zur Zeitgeschichte Grundlagenforschung zur deutschen Geschichte. Ihr zweiter Arbeitsschwerpunkt ist die historisch-biographische Arbeit in Form von Deutscher Biographie und Repertorium Academicum Germanicum. Damit stellt sie Forschungsinformationsinfrastruktur für alle historisch arbeitenden Wissenschaften zur Verfügung.

Die Kommission kooperiert mit dem Collegium Carolinum etwa im Rahmen des Kompetenzverbunds Historische Wissenschaften München. In diesem Zusammenhang bearbeitet sie gemeinsam mit dem dritten Kooperationspartner Monumenta Germaniae Historica das Forschungsprojekt Korrespondierende Wissenschaft, das sich zum Ziel setzt, Historiker-Netzwerke zu untersuchen und diese in einer Online-Edition zu veröffentlichen.

 

Bayerische Staatsbibliothek

Die 1558 als Hofbibliothek der Wittelsbacher gegründete Bayerische Staatsbibliothek (BSB) ist eine der bedeutendsten europäischen Universalbibliotheken. Kostbare Handschriften und umfassend ausgebaute Sondersammlungen aus einem jahrtausendealten kulturellen Erbe charakterisieren das Bestandsprofil der Bibliothek. Gleichzeitig stellt sich die Bibliothek den Herausforderungen der Zukunft: Sie baut ihre digitalen und internetbasierten Angebote und Dienste konsequent aus.

Insbesondere im Zusammenhang mit Digitalisierungsprojekten kooperiert das Collegium Carolinum seit Jahren mit der BSB. Sowohl Bohemia-online als auch die elektronischen Reihen DigiOst und die Graduierungsschriften werden gemeinsam mit der BSB verwirklicht.

Seit 2019 verfolgen das Collegium Carolinum und die BSB gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern zudem das Projekt OstData ­­- Forschungsdatendienst für die Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung, das als zentraler Dienst für die Langzeitarchivierung, Aufbereitung, Veröffentlichung und Online-Bereitstellung von Forschungsdaten aus der deutschen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung ausgebaut wird.

Darüber hinaus kooperieren die BSB und das Collegium Carolinum im Rahmen des Kompetenzverbunds Historische Wissenschaften München.

Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung

Das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (HI) ist Kontakt- und Begegnungsstätte für internationale Forschung und bewahrt und erschließt weltweit einzigartige Sammlungsbestände.

Als Einrichtung der wissenschaftlichen Infrastruktur betreibt das Institut auch eigene Forschung, etwa Projekte zur Edition historischer Primärquellen, Handbuchvorhaben sowie Forschungsprojekte. Zahlreiche digitale Angebote, öffentliche Veranstaltungen ergänzen das Profil des Instituts, das auch in der universitären Lehre engagiert ist und sich darüber hinaus intensiv der Nachwuchsförderung widmet.

Mit dem Collegium Carolinum ist das Herder-Institut institutionell und inhaltlich eng verbunden. Das Collegium Carolinum ist Mitglied im Trägerverein des Herder-Instituts und beide Institutionen realisieren gemeinsame Projekte, insbesondere im Rahmen der Digitalen Geisteswissenschaften. So wird etwa die elektronische Reihe DigiOst zusammen publiziert.

Seit 2019 kooperieren das HI und das Collegium Carolinum im größeren Verbundprojekt OstData ­­- Forschungsdatendienst für die Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung, das als zentraler Dienst für die Langzeitarchivierung, Aufbereitung, Veröffentlichung und Online-Bereitstellung von Forschungsdaten aus der deutschen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung ausgebaut wird.

Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung

Das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) ist eine der größten und traditionsreichsten außeruniversitären Forschungseinrichtungen seiner Art in Deutschland. Hier arbeiten u. a. Historiker*innen, Ökonom*innen und Politikwissenschaftler*innen zusammen, geographisches Hauptinteressensgebiet sind der Raum der ehemaligen Sowjetunion sowie Südosteuropa.

Neben Grundlagenforschung bietet das IOS Infrastrukturleistungen. Diese umfassen eine Fachbibliothek und vielfältige Publikationsformate; hinzu kommt die Entwicklung von elektronischen Services v. a. für die Forschung. Außerdem engagiert sich das Institut für den wissenschaftlichen Nachwuchs und fördert durch Gastwissenschaftlerprogramme, Kooperationen und Veranstaltungen den internationalen Fachdiskurs.

Das IOS ist mit dem Collegium Carolinum traditionell eng verbunden. In jüngster Zeit werden vor allem Projekte im Rahmen der Digitalen Geisteswissenschaften gemeinsam realisiert. So wird etwa die sowohl elektronisch als auch gedruckt erscheinende Reihe DigiOst zusammen publiziert.

Seit 2019 kooperieren das IOS und das Collegium Carolinum mit weiteren Partnern im Projekt OstData ­­- Forschungsdatendienst für die Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung, das als zentraler Dienst für die Langzeitarchivierung, Aufbereitung, Veröffentlichung und Online-Bereitstellung von Forschungsdaten aus der deutschen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung ausgebaut wird.

Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa

Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) hat die Region zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria im Forschungsfokus. Von der Spätantike bis heute untersucht das Institut Eigenheiten, Wandlungen und Wechselbeziehungen in einer immer globaleren Welt.

Es informiert die Fachwelt und die Öffentlichkeit über die Forschungsergebnisse mit Fach- und Sachbüchern, Ausstellungen, Veranstaltungen und digitalen Wissensressourcen. 

Das GWZO kooperiert mit dem Collegium Carolinum in erster Linie im Rahmen von größeren digitalen Verbundprojekten. So sind beide Institute gemeinsam mit weiteren Organisationen Kooperationspartner im Projekt OstData ­­- Forschungsdatendienst für die Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung, das als zentraler Dienst für die Langzeitarchivierung, Aufbereitung, Veröffentlichung und Online-Bereitstellung von Forschungsdaten aus der deutschen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung ausgebaut wird.

Deutsch-Tschechische und Deutsch-Slowakische Historikerkommission

Die Aufgabe der gemeinsamen Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission ist es, die Geschichte von Deutschen, Tschechen und Slowaken zu erforschen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht das 20. und 21. Jahrhundert.

Die Kommission arbeitet interdisziplinär und ist darum bemüht, verbindende und trennende historische Erfahrungen von Deutschen, Tschechen und Slowaken in einem breiten wissenschaftlichen Kontext und in vergleichender Perspektive zu analysieren. Sie veranstaltet Tagungen, Workshops und Expertengespräche und gibt eine eigene Publikationsreihe heraus.

In jüngster Zeit hat die Kommission darüber hinaus nicht nur Materialien für den Geschichtsunterricht herausgegeben, sondern sie arbeitet an einem neu entwickelten Web-Portal u.a. mit Zeitzeugeninterviews. Insbesondere in Zusammenarbeit mit TANDEM beteiligt sich die Kommission an Projekten der historisch-politischen Bildung. Unterstützt wird sie vom DAAD im Auftrag des Auswärtigen Amtes.

Mit dem Collegium Carolinum ist die Historikerkommission personell und institutionell eng verbunden: Das Wissenschaftliche Sekretariat der Deutschen Sektion ist am Collegium Carolinum angesiedelt.

Historische Kommission für die böhmischen Länder

Die Historische Kommission für die böhmischen Länder e.V. hat sich die Erforschung der Geschichte und Kultur der böhmischen Länder im europäischen Kontext zur Aufgabe gesetzt und berücksichtigt dabei insbesondere historische Phasen vor 1900.

Sie ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke und entstand zu Beginn der 1950er Jahre und wurde formell 1954 als Historische Kommission der Sudetenländer gegründet.

Die Kommission arbeitet kontinuierlich mit dem Herder-Institut in Marburg/Lahn, mit weiteren Historischen Kommissionen des östlichen Europa und dem Herder-Forschungsrat sowie mit zahlreichen Einrichtungen in der Tschechischen Republik zusammen.

Das Collegium Carolinum und die Kommission verbindet eine gemeinsame Vor-Geschichte: So ist das CC auch auf Betreiben der Kommission entstanden.

 

Adalbert Stifter Verein

Der Adalbert Stifter Verein pflegt und fördert den deutsch-tschechischen Dialog. 1947 in München von Wissenschaftlern, Künstlern und Schriftstellern aus Prag und den Sudetengebieten gegründet, ist er dem kulturellen Erbe der Deutschen aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien verpflichtet.

Anfangs unterstützte der Adalbert Stifter Verein vor allem die Integration der Vertriebenen durch kulturelle Arbeit, seit 1952 wird er von der Bundesregierung institutionell gefördert. Er stellt die verbindenden Momente der deutsch-tschechischen Geschichte in den Vordergrund und trägt mit seinen Veranstaltungen, Ausstellungen, Studienreisen und Forschungen zur besseren Kenntnis der gemeinsamen Kultur bei. 

Das Collegium Carolinum und der Adalbert Stifter Verein arbeiten regelmäßig zusammen. Insbesondere Vorträge und Veranstaltungsreihen werden gemeinsam organisiert und in erster Linie in München - teilweise aber auch in Tschechien - für eine interessierte Öffentlichkeit angeboten. Jüngst ergänzen gemeinsame Konferenzen diese Partnerschaft.

 

Institut für Österreichische Geschichtsforschung

Das 1854 gegründete Institut für Österreichische Geschichtsforschung ist eine international anerkannte Forschungs- und Ausbildungsstätte für Methodenlehre und Pflege der historischen Hilfswissenschaften in ihrem kulturgeschichtlichen Kontext.

Die Aufgaben des Instituts sind daher die wissenschaftliche historische Forschung und die Ausbildung von Nachwuchskräften. Neben der epochenübergreifenden Erforschung und Darstellung der österreichischen Geschichte im europäischen Rahmen, der maßgeblichen Arbeit an Quellenedition und Quellenerschließung sowie der Vermittlung von Forschungsergebnissen sind die hier tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Lehre an der Universität Wien eingebunden.

Das Institut und das Collegium Carolinum bearbeiten derzeit das gemeinsame Forschungsprojekt The emperors’s desk: a site of policy making in the Habsburg Empire?, das am Beispiel der Kabinettskanzlei von Kaiser Franz Joseph erstmals die gesamte Regierungstätigkeit der Habsburgermonarchie durch eine statistische Politikfeldanalyse sichtbar macht.

Zusätzlich zu diesem quantitativen Ansatz werden mehrere Dissertationsprojekte in München und Wien durchgeführt, die einzelne Politikfelder qualitativ untersuchen. Das Gesamtprojekt wird erstmals wesentliche Aufschlüsse über Logiken informeller Politik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bieten.

 

 

Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

Das Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften (Masarykův ústav a Archiv AV ČR) ist eine öffentliche wissenschaftliche Institution und eine der Institute der Akadmie der Wissenschaften der Tschechischen Republik.

Das Institut besteht dabei aus zwei eigentlich eigenständigen Abteilungen - dem Instiut und dem Archiv. Das Masaryk-Institut wurde 1932 durch eine von Tomáš Garrigue Masaryk eingerichtete Stiftung gegründet, die seinen Nachlass bewahren und wissenschaftliche Forschung fördern sollte. Das Archiv erfüllt seinerseits bereits seit 1953 die Funktion einer Spezialarchivs, das das in den anderen Instituten der Akademie der Wissenschaften entstandene Material sammelt und zugleich die Schriftgutverwaltung der Akademie übernimmt.

Mit dem Collegium Carolinum kooperiert das Masaryk-Institut im Rahmen des Projekts „Mezinárodní korespondenční sítě T. G. Masaryka a vznik Československa v roce 1918“ (Das internationale Korrespondenznetzwerk T. G. Masaryks und die Entstehung der Tschechoslowakei im Jahr 1918, NAKI II DG18P02OVV026). Das am Masaryk-Institut und Archiv angesiedelte Projekt will das ausländische Korrespondenznetz T. G. Masaryks vor dem Jahr 1918 rekonstruieren und in digitaler Form zugänglich machen. Das Collegium Carolinum arbeitet im Teilprojekt zur Recherche und Aufbereitung der deutschen Korrespondenz Masaryks mit.

Zudem finden regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen in der Prager Außenstelle des Collegium Carolinum statt.

 

 

Institut für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

Das Institut für Zeitgeschichte (Ústav pro soudobé dějiny AV ČR) ist eine Abteilung der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und enstand Anfang des Jahres 1990. Die Idee hierzu war von den Erfahrungen der Mehrheit der westeuropäischen Länder inspiriert, wo Institute bereits seit einigen Jahrzehnten gezielt die Neueste Geschichte erforschten.

Das Institut widmet sich grundlegend der tschechischen und tschechoslowakischen Geschichte nach 1938 in einem internationalen Kontext. Seineinnere Struktur des Instituts wandelte sich gemeinsam mit den Forschungsschwerpunkten: vom Studium der Schlüsselereignisse in der politischen Geschichte der Tschechoslowakei der sozialistischen Epoche in den ersten Jahren der Existenz des Instituts, hin zur vielschichtigen Erforschung der Zeitgeschichte, etwa auch der Gesellschafts-, Alltags-, Ideen- und Wirtschaftsgeschichte sowie der Untersuchung internationaler Beziehungen.

Das Collegium Carolinum kooperiert mit dem Institut für Zeitgeschichte in erster Linie durch gemeinsame Veranstaltungen, etwa bei der Durchführung der Jahrestagungen des Collegium Carolinum.

 

 

Historisches Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

Das Historische Institut (Historický ústav AV ČR) gehört zu den Abteilungen der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Es knüpft an die Tradition des Staatlichen historischen Verlagsinstituts (gegründet 1921) an.

Seit einiger Zeit ist es Bestandteil der Akademie der Wissenschaften, die 1952 gegründet wurde, hieß jedoch von 1970 bis 1990 Institut für Tschechoslowakische Geschichte und Weltgeschichte. Derzeit besteht die Hauptaufgabe des istorischen Instituts mit seinen Arbeitsstellen in Prag, Brünn und Budweis darin, die Vergangenheit des tschechischen/tschechoslowakischen Staates im gesamten Umfang seiner historischen Existenz systematisch zu erforschen.

Anlässlich der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung in Prag und Nürnberg 2016/2017 veranstalteten das Historický ústav und das Collegium Carolinum eine gemeinsame Tagung, die die Geschichte Tschechiens und Bayerns im Lauf der Zeit einander gegenüberstellte. Auf der Landesausstellung konnte der ebenfalls gemeinsam erstellte Tagungsband vorgestellt wurden, der auch in tschechischer Übersetzung vorliegt.

 

Institut für Slawistik der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

Das Institut für Slawistik (Slovanský ústav AV ČR) ist eine öffentliche Institution im Rahmen der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. l

Es befasst sich mit dem Studium der slawischen Sprachen und der slawischen Literatur im europäischen kulturellen Kontext. Das Institut geht von einer traditionellen komparativen Auffassung aus, indem es die slawischen Sprachen und Literaturen vergleichend erforscht und diese Perspektive durch aktuelle Trends in der europäischen Slawistik bereichert.

Mit dem Institut für Slawistik pflegt das Collegium Carolinum seit der Eröffnung der Institutsaußenstelle in seinem Gebäude in Valentinská 91/1 im Jahr 2018 einen engen Kontakt. Nicht nur ist das Institut für Slawistik im Alltagsbetrieb in Prag der wichtigste Ansprechpartner, beide Institute haben bereits gemeinsame literaturwissenschaftlich bzw. bohemistisch ausgerichtete Veranstaltungen durchgeführt.

 

Philosophische Fakultät  der  Karls-Universität

Die Philosophische Fakultät der  Karls-Universität Prag entstand mit der Gründungsurkunde von Karl IV. vom 7. April 1348 als Fakultät der freien Künste im Rahmen der Universität.

Gegenwärtig gewährleistet die Fakultät eine Ausbildung in den meisten geisteswissenschaftlichen Disziplinen in der Tschechischen Republik. Zudem ist sie die einzige europäische Fakultät, an der es möglich ist, in verschieden Formaten sämtliche Sprachen zu studieren, die in den Mitgliedsländern der Europäischen Union gesprochen werden. Die Philosophische Fakultät der Karls-Universität ist die bedeutendste tschechische geisteswissenschaftlich orientierte Bildungsinstitution mit einer jahrhundertealten Tradition.

Das Collegium Carolinum kooperiert mit der Philosophischen Fakultät vor allem bei der Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen Konferenzen, etwa bei unseren traditionellen Jahrestagungen.

 

Fakultät für Sozialwissenschaften der Karls-Universität

Die Fakultät für Sozialwissenschaften der Karls-Universität Prag wurde am 1. Juni 1990 gegründet. Gegenwärtig besteht das Hauptziel der Fakultät darin, die pädagogische und forschungsanalytische Tätigkeit zu weiterzuentwickeln sowie die berufliche Vorbereitung in Schlüsselbereichen der Sozialwissenschaften auszuweiten – in den Bereichen Wirtschafts-, Politik- und Kommunikationswissenschaften, den internationalen Beziehungen sowie der Soziologie.

Neben engen personellen Kontakten kooperiert das Collegium Carolinum mit der Fakultät für Sozialwissenschaften in erster Linie bei der Durchführung gemeinsamer Konferenzen und der Herausgabe von Publikationen.

 

 

Institut für das Studium totalitärer Regime

Das Institut für das Studium totalitärer Regime (Ústav pro studium totalitních režimů) wurde 2008 gegründet und erforscht zwei diktatorische Epochen der jüngsten tschechischen bzw. tschechoslowakischen Geschichte: Die Zeit der deutschen Besatzung 1939­­­­–1945 und jene der kommunistischen Diktatur 1948–1989. Das Archiv der Staatssicherheit (Archiv bezpečnostních složek), das sämtliche Schriftstücke aller Geheimdienste der nationalsozialistischen Besatzung und des Kommunismus verwaltet, ist dem Institut angeschlossen.

Das Collegium Carolinum arbeitet mit dem Institut insbesondere bei der Organisation von Veranstaltungen zusammen, die sich mit der kommunistischen Zeit oder der Epoche der deutschen Besatzung befassen.

Deutsches Historisches Institut Warschau

Das 1993 gegründete Deutsche Historische Institut Warschau ist eines von sechs Deutschen Historischen Instituten im Ausland. Das Institut unterstützt darüber hinaus den geschichtswissenschaftlichen Diskurs auf nationaler und internationaler Ebene. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen im europäischen und internationalen Kontext. 

Die Prager Außenstelle des Collegium Carolinum ist mit der Außenstelle des DHI Warschau in Prag verbunden:  Beide Institute organisieren eine gemeinsame Vortragsreihe, in der sich vor allem die deutschsprachige Geschichtswissenschaft dem Prager Fachpublikum vorstellt.

Historisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften

Das Historische Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (Historický ústav Slovenskej Akadémie Vied) wurde 1943 gegründet. Es erforscht seitdem vor allem die ostmitteleuropäische Geschichte von der Antike bis in die Gegenwart.

Zahlreiche Publikationsreihen, internationale Konferenzen und Projekte sowie eine europäisch ausgerichtete Nachwuchsförderung kennzeichnen das Profil des Historischen Instituts und weisen es als eine der wesentlichen Forschungseinrichtungen in der Slowakei aus. 

Das Collegium Carolinum kooperiert regelmäßig mit dem Historischen Institut. Insbesondere für die Ausrichtung der Jahrestagungen ist es häufig ein zuverlässiger Ansprechpartner. Darüber hinaus wird teilweise im Rahmen von Forschungsprojekten zusammengearbeitet, zuletzt etwa im Rahmen des Projekts "Die Evakuierung der Deutschen aus der Slowakei 1944/45. Eine BEvölkerungsgruppe zwischen dem Slowakischen Nationalaufstand und der Agonie der nationalsozialistischen Volkstums- und Umsiedlungspolitik", deren Ergebnisse bereits in der Reihe Veröffentlichungen des Collegium Carolinum publiziert wurden.

Lehrstuhl für Geschichte der Pavol Jozef Šafárik Universität in Košice

Während die Philosophische Fakultät der Pavol Jozef Šafárik Universtität in Košice auf eine lange Geschichte zurückblickt, ist der dort angesiedelte Lehrstuhl für Geschichte noch recht jung. 2008 begann der Aufbau des Lehrstuhls, der in kurzer Zeit neben Studienangeboten auch Doktorandenprogramme und eine ganze Reihe von internationalen Kooperationen ins Leben gerufen hat.

Auch das Collegium Carolinum hat bereits mehrfach mit dem Historischen Lehrstuhl zusammengearbeitet. Dies gilt nicht zuletzt für einzelne Forschungsprojekte, wie etwa "Die Transformation der Erinnerung an die Zwangsmigration des Zweiten Weltkrieges im Lokalen", in dem Košice nicht nur eines der bearbeiteten Beispiele war, sondern auch Heimat eines internationalen Projektworkshops.