Das Collegium Carolinum vergibt regelmäßig Nachwuchsstipendien für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt in München. Das Stipendium richtet sich an Doktorandinnen/Doktoranden und PostDocs, die an einem methodisch oder thematisch innovativen Vorhaben zur Geschichte und Kultur der böhmischen Länder, der Tschechoslowakei, Tschechiens und der Slowakei sowie der angrenzenden Regionen arbeiten.

Möglichkeiten in München

Ein Studienaufenthalt in München bietet die Möglichkeit, die Wissenschaftliche Bibliothek sowie die weiteren Sammlungen des Collegium Carolinum zu nutzen. Neben der Unterstützung in allen wissenschaftlichen Belangen bietet das Institut einen hervorragenden Ort für wissenschaftliche Diskussion und Austausch. Der Standort München bietet darüber hinaus mit seinen Bibliotheken, Archiven und Forschungszentren erstklassige Bedingungen für die Forschung.

Vergütung

Das Nachwuchsstipendium ist auf einen Monat begrenzt. Die Höhe des Stipendiums beträgt bei Doktorandinnen und Doktoranden einmalig 1.750 €, bei bereits promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einmalig 2.200 €. Reisekosten (An- und Abreise) werden in Höhe der Kosten eines Bahntickets (2. Klasse) übernommen.

Bewerbung

Ein Antrag muss folgende Unterlagen enthalten:

  • das ausgefüllte Datenblatt
  • ein Motivationsschreiben, das darlegt, warum ein Studienaufenthalt am Collegium Carolinum für das verfolgte Projekt förderlich ist (max. 1 Seite)
  • eine Darstellung des Forschungsvorhabens, die über den Forschungsstand, die inhaltliche Zielsetzung und bisher geleistete Arbeitsschritte Auskunft gibt (max. 3 Seiten)
  • Angaben zur Person: Lebenslauf, wissenschaftliche Qualifikation, Publikationsliste, ggf. in Auswahl (max. 2 Seiten)
  • Universitätszeugnisse (letzter Abschluss)

Die Bewerbungsfrist wird jährlich durch eine Ausschreibung bekanntgegeben.

Zu den Vergaberichtlinien

 

Fellows

  • 2026: Anna-Maria Pipalová, The Material Culture and Gendered Memory of Violence in Central Europe, 1618-1700, Postdoc-Projekt, Karls-Universität Prag 

  • 2025: Anastasiia Luzhanytsia, Ukrainian National Communism in Subcarpathian Rus, Dissertationsprojekt, Slowakische Akademie der Wissenschaften Bratislava

  • 2024: Vojtěch Pojar, Eugenics in the Late Habsburg Empire: Networks, Discourses, Legacies, Central European University, Wien

  • 2023: David Smrček, Street Politics and Collective Violence in Cisleithania in 1897, Dissertationsprojekt, Karls-Universität Prag

  • 2022: Monika Stachová, Kampf um Partizipation. Die slowakische Roma-Bevölkerung im Staatssozialismus und frühen Postsozialismus (1950-1993), Dissertationsprojekt, Karls-Universität Prag

  • 2021: Kristin Watterott, Kollektive Aktivitäten der tschechischen Surrealisten in den 1970er und 1980er Jahren, Promotionsprojekt, Institut für Kunstgeschichte/Universität Leipzig

  • 2020: Fabian Jonietz, Meliora latent'. Kunstliebe, Kunstbegehr und klandestine Bildpraktiken (ca. 1450‒1850), Kunsthistorisches Institut in Florenz

  • 2019: Giulio Salvati, Böhmische Dörfer in Bayern und Istrianer auf Sardinien – über die Ansiedlung von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, Dissertationsprojekt, New York University

  • 2018: Rosamund Johnston, Cold War Radio as Mediator Between Government and Society in Czechoslovakia, 1945-1969, Dissertationsprojekt, New York University

  • 2018: Anton Hruboň, Architect of Genocide: Alexander Mach and the Destruction of Slovak Jews, Post-Doc-Projekt, Univerzita Mateja Bela in Banská Bystrica

  • 2017: Sebastian Lambertz, Zwischen ideologischer Korrektheit und persönlicher Sinnzuschreibung. Individuelle Perspektiven auf den tschechoslowakischen Staatssozialismus zwischen 1953 und 1963, Dissertationsprojekt, Universität zu Köln; gefördert 2017

  • 2017: Victoria Shmidt: Public health as an agent of internal colonialism in interwar Czechoslovakia: Shaping the discourse about the nation’s children, Post-Doc-Projekt, Masaryk-Universität Brno,

  • 2016: Lucie Dušková, The Night and the Night life in Czechoslovakia 1945-1960, Dissertationsprojekt, Karls-Universität Prag

  • 2016: Filip Herza, Body, Dis/ability and Czech Nationalism in the 19th and 20th Century, Dissertationsprojekt, Karls-Universität Prag

  • 2016: Sune Bechmann Pedersen, Cold War Holidays: The Politics of Scandinavian Tourism to Eastern Europe, 1955-1990, Post-Doc-Projekt, Universität Lund (Schweden)

  • 2015: Jana Piňosová, Naturschutz als Beitrag zum Aufbau der Tschechoslowakischen Republik 1918-1938, Dissertationsprojekt, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

  • 2014: Katalin Deme, Die Entwicklung des jüdischen Museumswesens in Ostmitteleuropa zwischen 1993 und 2012: Prag - Budapest - Bratislava. Kontinitäten, Brüche, Neubeginne, Universität Aarhus

  • 2014: Jaromír Mrňka, Generationsspezifische Grenz-Erfahrungen und der Prozess der Radikalisierung der tschechischen Gesellschaft 1935-1955, Dissertationsprojekt, Karls-Universität Prag

  • 2013: Claire Morelon, Kriegsalltag, Staatslegitimität und Revolution in Prag, 1914-1920, Dissertationsprojekt, University of Birmingham und Centre d’Histoire de Sciences Po Paris

  • 2011/12: Susanne Greiter, Flucht und Vertreibung im Familiengedächtnis, Dissertationsprojekt, Ludwig-Maximilians-Universität München

  • 2011/12: Martin Modlinger: Approaching Something that Repels: The Terezín Ghetto Artists in History and Literature, Dissertationsprojekt, University of Cambridge

  • 2009/10: Jitka Balcarová, Von der nationalen "Defensive" zur "Offensive". Die wirtschaftlichen "Schutzvereine" der Deutschen in der ČSR 1918-1938, Dissertationsprojekt, Karls-Universität Prag

  • 2007/08: Thomas Oellermann, Sozialdemokratisch geprägtes deutsches Arbeitermilieu in der Ersten Tschechoslowakischen Republik, Dissertationsprojekt, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf