Jana Osterkamp

Vielfalt ordnen. Das föderale Europa der Habsburgermonarchie  (Vormärz bis 1918)

Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Bd. 141
Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2020, X, 531 S., 13 Abb., geb.
Ladenpreis € 80,00
ISBN 978-3-525-37093-3

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Über das Buch

Vielfalt ordnen

Föderalismus wurde in der Habsburgermonarchie des 19. Jahrhunderts zur Leitidee. Als Katalysator wirkten Revolutionen, Krisen und gesellschaftlicher Wandel. Wie die Vielfalt der Völker und Räume zu ordnen sei, um diese Frage rangen konservative, liberale, nationalistische und sozialistische Ideengeber. Es entstand ein Laboratorium föderaler Ideen, dessen Geschichte von Metternichs »Föderativstaat« im Vormärz bis zu Kaiser Karls Nationalitätenbundesstaat von 1918 reicht. Diese föderalen Möglichkeitsräume werden ebenso in den Blick genommen wie die politische Wirklichkeit. Mit seinem Mehrebenensystem von 17 österreichischen Ländern, zwei Reichsteilen und einem Gesamtreich entwickelte sich das Imperium zunehmend zu einer Ordnung, die mit einem an heutigen Bundesstaaten geschulten Begriffsinstrumentarium als Föderation beschrieben werden kann. Diese föderale Verfasstheit begründete die nachhaltige Integrationskraft der Habsburgermonarchie, aber auch ihre Tendenz zu Separation und Zerfall.

Die Autorin

Dr. habil. Jana Osterkamp ist Historikerin und Juristin. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Collegium Carolinum und lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Rezensionen

  • "Der Autorin gelingt, den Blick über die historischen Fakten hinaus bis ins Europa der Gegenwart zu führen. Geschichte und Gegenwart des Föderalismus ist die Kunst der Balance zwischen Verbindendem und Trennendem, Einheit und Vielfalt, gemeinsamem Haus und nationalem Rahmen." (Wolfgang Steiner: Rezension zu Jana Osterkamp, Föderalismus Info 03/2021 vom 9.6.2021, online https://foederalismus.at/foederalismus_info.php)
  • "Was das Buch deutlich von bisherigen Darstellungen der Habsburgermonarchie abhebt, ist aber nicht nur der präzise und konsequent durchgehaltene Fokus auf den Föderalismus, sondern auch die Vielsprachigkeit in den Primärquellen sowie ein reflektiertes Wechselspiel mit moderner Föderalismus-Theorie." (Miloš Vec: Was sich von Kakanien lernen lässt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. April 2021, S. 12)
  • "Das Werk der Münchner Historikerin Jana Osterkamp wird noch lange Zeit eine maßgebliche Studie für dieses Problemfeld sein. .... Ein Buch wie dieses, mit seiner Erzählung von der föderalen Geschichte der Vergangenheit, führt damit weit über den historischen Rahmen hinaus bis in die europäische Gegenwart." (Günther Haller: Taugt der Föderalismus für das 21. Jahrhundert? Die Presse, 3. April 2021, S. 13.)

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