Collegium Carolinum e. V.   Hochstr. 8, 81669 München   Tel.: +49 / (0)89 / 55 26 06 – 0   E-Mail: post.cc@collegium-carolinum.de
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Digitale Forschungsinfrastrukturen

Am CC hat die »Digitale Geschichtswissenschaft« bereits seit Jahren einen festen Platz: mit der Koordination und Beteiligung an der Open-Access Plattform OstDok (Osteuropa-Dokumente online) ebenso wie mit der (Retro-)Digitalisierung seiner Fachzeitschrift »Bohemia« baut das CC kontinuierlich das Angebot an digital frei zugänglichen Volltexten aus. Auch am fachübergreifenden Forschungsportal osmikon (Forschungsportal zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa) beteiligt sich das CC als eine von vier Trägerinstitutionen. Darüber hinaus baut das CC seit 2019 im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts OstData einen zentralen Dienst für Forschungsdaten aus der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung auf.

 

Neben dem digitalen Publizieren und der Retrodigitalisierung analoger Bestände ist unter Digitalisierung auch die Verwendung computergestützter Methoden der Datenverarbeitung in der Forschung zu verstehen. Diese verändern nicht notwendigerweise deren Erkenntnisinteresse, wohl aber ihre Durchführung - etwa beim gemeinsamen, vernetzten Arbeiten mehrerer Forscher oder bei der Erfassung und Verarbeitung großer Datenmengen.

 

An dieser Stelle begegnen sich digitale Methoden und Retrodigitalisierung - so zum Beispiel in computergestützten Verfahren der Texterschließung. Dabei entstehen zunächst einzelne Digitalisate, etwa von Archivdokumenten. Auf deren Grundlage können dann elektronische Editionen entstehen, die in gedruckter Form nicht oder nur mit großem Aufwand realisierbar sind. Sowohl für die Texterschließung als auch für die Datenverarbeitung gilt dabei aber, dass digitale Methoden die herkömmlichen nicht ersetzen, sondern erweitern.

 

Das Collegium Carolinum geht den Weg der Praxis: Digitale Techniken sollen dort Anwendung finden, wo sie relevante Forschungsfragen beantworten können und wo sie neue Möglichkeiten für ihre Bearbeitung bieten. Das setzt zunächst den Aufbau einer Infrastruktur für digitale Forschung voraus, bestehend im Wesentlichen aus Programmumgebungen für Datenbankverwaltung, Visualisierung und Weboberflächen. In einem zweiten Schritt soll diese Infrastruktur für institutsinterne, aber auch institutsübergreifende Kooperationen (zum Beispiel im Rahmen des Kompetenzverbundes »Historische Wissenschaften München«) in der digitalen Forschung genutzt werden.

 

Diese zukünftigen digitalen Forschungsprojekte sind in einem doppelten Sinne zu verstehen: Sie beschreiben zum einen die Datenerhebung und -verarbeitung anhand einer leitenden Fragestellung, zum anderen sind sie aufgrund des digitalen Datenformats (Transformierbarkeit) weiteren Forschungen unmittelbar zugänglich. Die sichtbare Schnittstelle zwischen verschiedenen Verwertungen der erhobenen Daten ist die interaktive Darstellung (Visualisierung) für und durch die Forscher. Die Vernetzung und webgestützte Präsentation ausgewählter Forschungsergebnisse richtet sich außerdem an die internationale Fachöffentlichkeit.

 

Seit dem 1. September 2014 existiert im Collegium Carolinum eine eigene Stelle für den Bereich der digitalen Geschichtswissenschaft. Sie dient dazu, die skizzierten Schwerpunkte - Aufbau einer Infrastruktur, digitale Kooperation, Erschließung, Visualisierung und Verwertung der Daten - in einem zunächst auf zwei Jahre angesetzten Zeitraum zu realisieren.

Aktuelles

Die Bibliothek und das Institut

sind von Mittwoch, 16. Dezember 2020 bis einschließlich 8. Januar 2021 für den Besucherverkehr geschlossen – alles Weitere im neuen Jahr!


Neuer Aufsatzpreis des Collegium Carolinum – erstmals 2021 Call for Nominations

Ein neues Jahr – eine neue Auszeichnung: Das Collegium Carolinumfreut sich, im Jahr 2021 erstmals einen internationalen Aufsatzpreis zu vergeben! Damit zeichnet das Institut zukünftig alle zwei Jahreeinen herausragenden...Mehr...


Neuerscheinung – Jana Osterkamp: Vielfalt ordnen

Soeben erschienen in der Reihe Veröffentlichungen des Collegium Carolinum als Band 141: Jana Osterkamp: Vielfalt ordnen. Das föderale Erbe der Habsburgermonarchie (Vormärz bis 1918) Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2020X...Mehr...


Die neue Lieferung

des Sudetendeutschen Wörterbuchs ist eingetroffen. Mehr...


An-Institut der

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Kompetenzverbund Historische Wissenschaften München