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Veröffentlichungen des Collegium Carolinum
Band 94

Detlef Brandes
Der Weg zur Vertreibung 1938-1945

Pläne und Entscheidungen zum "Transfer" der Deutschen aus der Tschechoslowakei und aus Polen

Mit einem Vorwort von Hans Lemberg.

R. Oldenbourg Verlag:  München 2001
XIV und 503 Seiten, 10 Karten, gebunden

Ladenpreis € 34,80 (alte ISBN 3-486-56520-6)

In diesem Buch geht es um eine Antwort auf die Frage, warum und wie es zur Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa kam. Unzweifelhaft demokratische Politiker wie Beneš und Sikorski oder Miko³ajczyk, zudem nicht nur Stalin, sondern eben auch Churchill und Roosevelt und die britischen, amerikanischen und sowjetischen Beamten und wissenschaftlichen Berater - sie alle hielten die Vertreibung und Aussiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei, Polen und Ostdeutschland für unumgänglich.
Auf der Basis eines breiten Quellenstudiums analysiert Detlef Brandes die Entfaltung der Pläne zur Zwangsaussiedlung der Deutschen und Magyaren aus der Tschechoslowakei seit dem Münchener Abkommen bzw. der Deutschen aus Polen und den ostdeutschen Gebieten seit Kriegsbeginn sowie die Vorentscheidungen der alliierten Großmächte, die auf der Potsdamer Konferenz schließlich bestätigt wurden, und zeigt die Zusammenhänge zwischen der polnischen und der tschechoslowakischen Entwicklung.Ein wichtiges Element ist der verzweifelte Kampf der exilierten sudetendeutschen Sozialdemokraten um Wenzel Jaksch gegen die Vertreibung.

INHALT

  • Vorwort von Hans Lemberg
  • Einleitung
  • Erste Pläne de tschechoslowakischen und polnischen Regierung und Widerstandsbewegung zwischen Münchner Abkommen und der Niederlage Frankreichs
  • Von der Evakuierung nach Großbritannien bis zum Angriff auf die Sowjetunion
  • Von der Atlantik-Charta bis zur Annullierung des Münchner Abkommens
  • Vom Molotov-Besuch in London bis zur Konferenz von Teheran
  • Von der Teheraner zur Potsdamer Konferenz
  • Der Beginn der Vertreibung und die Potsdamer Konferenz
  • Zusammenfassung

 

Prof.Dr. Detlef Brandes, geb. 1941, lehrt osteuropäische Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und leitet dort das Institut für Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa. Er hat u.a. zahlreiche Untersuchungen zur europäischen Politik in der Zeit des Zweiten Weltkrieges vorgelegt (z.B. VCC 59 oder VCC 107). 

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Stand der letzten Bearbeitung: 09.07.2007 Home