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Vielfalt ordnen. Föderalismusvorstellungen in der Habsburgermonarchie und ihren Nachfolgestaaten

Sprachenkarte “Distribution of Races in Austria-Hungary”. In: Shepherd, William R.: Historical Atlas. New York 1911, S. 168.

Was bedeutet Föderalismus für gesellschaftliche Vielfalt? Welche Bedeutung hat umgekehrt gesellschaftliche Vielfalt für föderale Ordnungsvorstellungen? Das sind die zentralen Fragen einer Gesellschaftsgeschichte des Föderalismus bzw. einer Föderalismusgeschichte "von unten".

Die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe "Vielfalt ordnen. Föderalismusvorstellungen in der Habsburgermonarchie und deren Nachfolgestaaten" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und ist seit Mai 2012 am Collegium Carolinum angesiedelt.

Der Zugang zu Föderalismus über die Kategorien Nation, Wirtschaft, Religion und Region setzt neue programmatische Forschungsakzente. Während sich Föderalismusgeschichte als Rechtsgeschichte im deutschsprachigen Raum bislang am Souveränitätsdogma orientierte und eher staatsorganisatorische Fragen wie das Reich-Länder-Verhältnis behandelte, stand sie in der allgemeinen Historiographie im Zeichen des Nationalismusparadigmas. Ein Verständnis föderaler Ordnungsvorstellungen führt jedoch nur dann weiter, wenn auch jene wirtschaftlichen, konfessionell-religiösen und anderen Faktoren einbezogen werden, die für Föderalismus und für Föderalismuskonzepte in gleicher Weise prägend waren wie die nationale Frage.

In der Nachwuchsgruppe arbeiten eine Postdoktorandin und zwei Doktoranden zusammen. Die Nachwuchsgruppenleiterin Jana Osterkamp, Osteuropahistorikerin und Juristin, war zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und in den letzten Jahren am Collegium Carolinum in München. Björn Lemke ist Wirtschaftshistoriker und hat in Berlin Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre studiert. Sevan Pearson absolvierte als Osteuropahistoriker seine Ausbildung in den Fächern Geschichte, Politikwissenschaft und Osteuropastudien in Lausanne und München. Zeitlich sind zwei der Projekte in der Geschichte der Habsburgermonarchie angesiedelt, einmal auf die westliche Reichshälfte und einmal auf den Wirtschaftsraum Österreich-Ungarn bezogen. Das dritte Projekt thematisiert Föderalismus im Staatssozialismus am Beispiel von Bosnien und Herzegowina.

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