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Nobilitierungen und Adelsstandserhöhungen des Kaisertums Österreich in der Kabinettskanzlei zur Zeit Kaiser Franz Josephs (1849–1916)

Dissertationsprojekt am Collegium Carolinum im Rahmen des Forschungsprojekts „Der Schreibtisch des Kaisers. Ein Ort politischer Entscheidungen in der Habsburgermonarchie?“


Das Projekt wird auf deutscher Seite von der DFG gefördert.


Marion Dotter


Die Dissertation widmet sich dem großen Bereich des Adels in der Habsburgermonarchie. Thematisch im Vordergrund stehen Nobilitierungen, d. h. Verleihungen von Adelstiteln, Renobilitierungen, d. h. die Erneuerung und Wiederherstellung des Adelsstatus sowie Adelsstandserhöhungen, d. h. die Verbesserung in der adeligen Hierarchie. Für den Zeitraum der zweiten Hälfte des 19. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert konzentriert sich die Arbeit auf jene Vorgänge in der Kabinettskanzlei. Die Frage, wer Teil des Adels werden und in diesem sozialen Gefüge aufsteigen durfte, hatte für Kaiser Franz Joseph große Bedeutung. Nachdem dieser zahlreiche realpolitische Kompetenzen an die Regierung und das Parlament abgeben musste, behielt er sich die Entscheidungsgewalt in diesem Politikfeld vor. Um diese Steuerung symbolischer Politik durch den Herrscher herauszuarbeiten, nutzt die Arbeit Konzepte wie Loyalität und soziales Kapital.


In dem Dissertationsprojekt werden zunächst die Veränderungen und Entwicklungen des Politikfeldes im Laufe der Regierungszeit Kaiser Franz Josephs statistisch ausgewertet. Die einzelnen Vorgänge werden danach mit semantischen Analysewerkzeugen untersucht und die Netzwerke zwischen Antragsteller und Institution sichtbar gemacht. Als Quellengrundlage dient neben der Kabinettskanzlei auch das Adelsarchiv des kaiserlichen Innenministeriums, um institutionelle Verwebungen und Kooperationen auf lokaler und staatlicher Ebene, die zu einer Adelsverleihung führten, nachzuvollziehen. Die Fallbeispiele werden sich vorrangig auf die oberitalienischen Provinzen der Habsburgermonarchie beziehen.

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