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Visual Memory der Shoah in Polen (seit 1945)

Die visuelle Dimension der Erinnerung an die Shoah in Medien der nationalen Repräsentation und Geschichtsdidaktik (Ausstellungen in Museen und Gedenkstätten, Kataloge, Geschichtsbücher und Presseerzeugnisse) seit 1945 ist Gegenstand der Untersuchung. Im Fokus der diachronen Analyse stehen die polnische Wahrnehmung und Darstellung des polnisch-jüdischen Verhältnisses während des Zweiten Weltkriegs. Polen war vor dem Krieg das Zentrum des europäischen Judentums; im Krieg wurde es zum Schauplatz seiner Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Erinnert wurde in der Volksrepublik Polen das Leiden der polnischen Nation als „erstes Opfer des Nationalsozialismus“. Seit dem Systemumbruch 1989 werden neue historiographische Untersuchungen veröffentlicht und das antifaschistische Narrativ reflektiert; die Überprüfung der martyrologischen Interpretation der Geschichte Polens, die damit einhergeht, führt zu heftigen öffentlichen Debatten. Besonders das polyvalente Verhältnis von Polen und Juden während des Krieges bietet Anlass für Kontroversen. In der Untersuchung werden auch Brüche und Kontinuitäten in der visuellen Repräsentation der Shoah im Moment der Transformation der Geschichtsinterpretation gezeigt. Ein integraler Bestandteil der zwischen Bild- und Sozialwissenschaften angesiedelten Arbeit ist es, einen methodologischen Beitrag zur Analyse von Bilddiskursen zu leisten.

 

Hannah Maischein

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