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Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Bd. 98

Mythos München / Le Mythe de Munich / The Myth of Munich

 

Hrsg. von Fritz Taubert

 

München 2002, XXV und 386 Seiten, 3 Abbildungen, gebunden

 

Ladenpreis € 49,80

Lieferbar. Alleinige Bezugsquelle: Collegium Carolinum, München.
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ISBN 978-3-486-56673-4

 

 

Vorträge des Colloque international "Le Mythe de Munich" à l’occasion du 60ème anniversaire des Accords de Munich Paris, 25 au 27 septembre 1998 à la Maison Heinrich Heine

 

Der Münchner Vertrag von 1938 war eines der europäischen Schlüsselereignisse des 20. Jahrhunderts. Angesichts der Bedeutung und Brisanz dieses Vertrages, der in der internationalen Diplomatie schrittweise zurückgenommen wurde, ist es nicht erstaunlich, daß seine Vorgeschichte, Entstehung und Folgen inzwischen gut erforscht sind. Die Wirkungsgeschichte von „München“, die in den einzelnen europäischen Ländern zum Teil ganz unterschiedlich wahrgenommen wurde, ist dagegen bisher erst wenig thematisiert worden. Nach dem Umbruch von 1989 wurde es endlich möglich, die divergierenden Positionen, Interpretationen und Erwartungen, die Missverständnisse und Vorurteile in der Erinnerung an die Ereignisse von 1938 im europäischen Vergleich zu diskutieren und aufzuarbeiten. Der Band zeigt, wie in Frankreich, Großbritannien, Italien, Deutschland, Polen und nicht zuletzt der Tschechoslowakei Mythen entstanden, die mit dem Schlagwort „München“ verbunden sind. Als Chiffre für die unterschiedlichsten politischen Interessen wirkte „München“ auf die weitere politische, aber auch historiographische Entwicklung ein und hat seine Aktualität bis heute in Öffentlichkeit und Wissenschaft nicht verloren.

 

Inhalt

 

Fritz Taubert: Vorwort (S. IX-XIII)

Ferdinand Seibt: Mythos München (S. XV-XXV)

 

Um 1938

  • Christoph Boyer: Wirtschaftsinteresse und Politik in der Tschechoslowakei im Vorfeld von „München“ (S. 1-13)
  • Francesco Leoncini: „L’Europe Nouvelle“ de Tomáš G. Masaryk et le traumatisme de Munich (S. 15-24)
  • Ivan Pfaff: Die Gefahr der Sowjetisierung der Tschechoslowakei im Falle einer russischen Hilfeleistung (S. 25-38)
  • Milan Hauner: The Quest for the Romanian Corridor: The Soviet Union, Romania and Czechoslovakia during the Sudeten Crisis of 1938 (S. 39-77)
  • Hans Lemberg: Gab es einen München-Mythos in Hitler-Deutschland? (S. 79-90)
  • Peter Heumos: Die Sozialistische Arbeiter-Internationale, das Münchner Abkommen und das Scheitern internationaler sozialistischer Minderheitenpolitik (S. 91-112)
  • Jerzy Tomaszewski: The Aims of Polish Foreign Policy before Munich (S. 113-127)
  • Donatella Bolech Cecchi: Le rôle de l’Italie dans la crise de Munich (S. 129-144)

 

Der Mythos in verschiedenen Ländern

  • Bernard Michel: Les Racines historiques du Mythe de Munich (S. 145-153)
  • David Chuter: The Anti-Mythos of Munich (S. 155-174)
  • Christiane Brenner: Jíž nikdy Mnichov / Nie wieder München! „München“ im tschechischen politischen Denken: Peroutka, Tigrid, Patočka (S. 175-202)
  • Antoine Marès: Munich dans les relations franco-tchécoslovaques 1938-1968 (S. 203-217)
  • Torsten Hartleb: Prague 1948 et le Complexe munichois en France (S. 219-235)
  • Jacques Bariéty: Le Mythe de Munich, la France et l’„Affaire de Suez“, 1956 (S. 237-253)
  • Jean-Pierre Lefèbvre: Dans la peau de Daladier ... (S. 279-281)

 

Historiographische Elemente

  • Yvon Lacaze: L’Historiographie des accords de Munich en Europe occidentale durant les dix dernières années (env. 1988-1998)  (S. 283-314)
  • Patrick Finney: „And I will Tell You who You are“: Historiographies of Munich and the Negotiation of National Identity (S. 315-334)
  • Piotr Wandycz: Munich in Polish Historiography (S. 335-357)
  • Beatrice Heuser: Modern Man’s Myths: The Influence of Historical Memory on Policy-making (S. 359-371)

 

Abkürzungsverzeichnis (S. 373-376)

Personenregister (S. 377-386)

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