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Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Bd. 104

Juden zwischen Deutschen und Tschechen

Sprachliche und kulturelle Identitäten in Böhmen 1800-1945

 

Herausgegeben von Marek Nekula und Walter Koschmal

 

München 2006, X und 299 Seiten, 18 Abb., gebunden

 

Ladenpreis € 39,80

Der Titel ist im Buchhandel erhältlich oder kann beim Collegium

Carolinum bestellt werden: post.cc[at]collegium-carolinum.de

 

ISBN 978-3-944396-48-4

(alt: ISBN 978-3-486-20039-3)

 

 

Der Band untersucht die sprachlichen, kulturellen und religiösen Identitäten sowie die soziale Stellung der Juden im sprachnational polarisierten Böhmen im 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg. Behandelt werden das Alltagsleben jüdischer Familien, die Situation jüdischer Studenten in Prag, für das Judentum relevante politische Parteien sowie jüdische Selbstentwürfe. Eine wichtige Rolle spielen dabei Sprache und Literatur der Prager Dichter Kafka, Brod und Langer sowie das Spannungsfeld von Assimilation, Diaspora und Zionismus.

 

 

Inhalt:

  • Vorwort: Juden zwischen Deutschen und Tschechen (S. VII)
  • Václav Maidl: Die Anfänge der jüdischen Emanzipation in Böhmen in den 1840er Jahren (S. 1-18)
  • Wilma A. Iggers: Geschichte einer ländlichen jüdischen Familie zwischen Deutschen und Tschechen (S. 19-32)
  • Josef Čermák: Das Kulturleben der Prager deutschen Studenten seit der Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Lese- und Redehalle der deutschen Studenten in Prag (S. 33-63)
  • Jiří Pešek: Prager jüdische Studenten am Ende der Ersten Tschechoslowakischen Republik: Juristen 1937/38 (S. 65-72)
  • Kateřina Čapková: Tschechisch, Deutsch, Jüdisch – wo ist der Unterschied? Zur Komplexität von nationalen Identitäten der böhmischen Juden 1918–1938 (S. 73-83)
  • Helena Krejčová: Juden in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts (S. 85-102)
  • Andreas B. Kilcher: Der Nietzsche-Liberale in Prag: Die Debatte um Anton Kuhs „Juden und Deutsche“ (S. 103-118)
  • Hans-Gerd Koch: „Ich will mich nicht einmischen in eine Gemeinschaft, in die ich eigentlich nicht gehöre.“ Aus einem Interview mit Franz Kafkas Nichte Marianne Steiner (S. 119-123)
  • Marek Nekula: Franz Kafkas Sprachen und Identitäten (S. 125-149)
  • Benno Wagner: Kafkas Polná. Schreiben jenseits der Nation (S. 151-172)
  • Anthony Northey: Mizi Hanel, Marie Gibian und andere Randgestalten der Kafka-Zeit (S. 173-201)
  • Milan Tvrdík: Die Emanzipation der jüdischen Kultur: Familie Langer (S. 203-216)
  • Walter Koschmal: Die sakrale jüdische Poetik des Jiří Mordechaj Langer: „Die umgestürzte Schüssel“ (S. 217-232)
  • Hans Dieter Zimmermann: „Distanzliebe“: Max Brod zwischen Deutschen und Tschechen (S. 233-248)
  • Barbora Šrámková: Max Brod und die tschechische Kultur (S. 249-271)
  • Jürgen Serke: Peter oder Petr Kien? Wem gehört der Maler und Dichter aus Warnsdorf? (S. 273-288)

           Personenregister (S. 289-296)
           Abkürzungen (S. 297)
           Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (S. 299)

 

 

Prof. Dr. Marek Nekula lehrt Slavistik an der Universität Regensburg und ist Leiter des Bohemicums Regensburg-Passau.

 

Prof. Dr. Walter Koschmal lehrt Slavistik an der Universität Regensburg.

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