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Werkstattgespräch

 

Das Collegium Carolinum vergibt jährlich zwei einmonatige Gaststipendien für einen Forschungsaufenthalt in München. In diesem Zusammenhang laden wir herzlich ein zu einem Werkstattgespräch mit einem der diesjährigen Stipendiaten:

Jaromír Mrňka (Prag)
"Generationsspezifische Grenz-Erfahrungen und der Prozess der Radikalisierung der tschechischen Gesellschaft 1935-1955"

am 4. Juni 2014, 14.00 Uhr, im Seminarraum des Collegium Carolinum
(Hochstr. 8 / 2. Stock, München)

 

Die tschechische Gesellschaft griff spätestens seit Mai 1945 zu radikalen Mitteln, um die tschechoslowakische Nachkriegsrepublik zu stabilisieren. Meist geschah dies in Form der Ausschaltung aller als feindlich und potenziell gefährlich erachteter Elemente, wodurch eine fast zehn Jahre dauernde Periode der ethnischen, politischen und sozialen Säuberung eröffnet wurde. In dem vorzustellenden Promotionsprojekt wird davon ausgegangen, dass diese Entwicklung ein Ergebnis langfristiger gesellschaftlicher Wandlungsprozesse war, wobei die Kriegserfahrungen der Menschen eine zentrale Rolle spielten: Die Grenzerfahrung der Gewalt im Zweiten Weltkrieg diente als Katalysator für die Radikalisierung der tschechischen Gesellschaft, für die bereits die Weltwirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit und das Gefühl der gesellschaftlichen Desintegration in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre auslösende Momente gewesen sein könnten.

 

PhDr. Jaromír Mrňka ist seit 2013 Promotionsstudent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Karls-Universität in Prag, wo er gleichzeitig auch in Lehre und Forschung tätig ist. Er beschäftigte sich bisher vor allem mit den Nachkriegsvertreibungen und Zwangsmigrationen der Deutschen aus der Tschechoslowakei und mit der anschließenden Neubesiedlung der böhmisch-mährischen Grenzgebiete. Zu seinen Interessengebieten zählen ferner Theorien und Methoden der Geschichts- und Sozialwissenschaften.

 

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